Music Plants Music

48-Kanal Klanginstallation von Miki Yui & Daisuke Matsusaka

Wo: Auditorium_3ModellRäume, U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee.

Wann: 16.04. – 19.07.2026

Miki Yui geboren in 1971 in Tokyo, lebt und arbeitet in Düsseldorf.
Matsusaka Daisuke geboren in Hiroshima, lebt und arbeitet in Tokyo.

Pressetext:

Klanginstallation von Daisuke Matsusaka + Miki Yui

Die Komposition ist eine speziell für den „ModellRaum Auditorium“ angepasste Version des Klangkunstwerks „Music Plants Music“, das für das Botanische Zentrum Shibuya in Japan während der ersten Zusammenarbeit der beiden Künstler entwickelt wurde.

Beide Musiker, haben in ihrer jeweiligen künstlerischen Recherche die Pflanzenwelt eingehend beobachtet und in ihre Kompositionen integriert. Miki Yuis Interesse gilt der Wechselwirkung zwischen Pflanzenwelt und Umwelt, die sie poetisch interpretiert und in der Struktur ihrer Musik widerspiegelt. Daisuke Matsuzaka’s Werk hingegen evoziert ein Gefühl der Verbindung zwischen Umwelt und Leben, indem es Musik aus den bioelektrischen Daten von Pflanzen erzeugt.

Die Komposition entstand mithilfe eines von Matsuzaka Daisuke entwickelten Programms, das bioelektrische Daten von Pflanzen in Echtzeit musikalisch interpretiert. Die Pflanzen liefern bioelektrische Daten, die sich durch Sonnenlicht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und die Anwesenheit von Menschen verändern, was wiederum die Komposition des Stücks beeinflusst.

Miki Yui’s winzige „Klangsamen“ – in diesem Fall rein elektronische Klänge – wurden durch das Programm in eine lebendige Struktur gebracht, dadurch interagierten sie mit den unmittelbaren Umgebungsgeräuschen und verwandelten diese in einen lebendigen musikalischen Raum.

Diese Klangimpulse regen das Gehör des Zuhörers dazu an, die Geräusche anders wahrzunehmen.

Da sich eine lebende Pflanze leider nicht für die U-Bahn-Station eignet, handelt es sich bei dem Stück im Auditorium um eine Wiedergabe der Arbeit, die ursprünglich mit bioelektrischen Daten eines Mangobaums in Tokio durchgeführt wurde.

Dennoch ermöglicht es diese Arbeit den Zuhörern, durch das Erleben der Wechselwirkung der eingebrachten Klänge mit der vorgefundenen akustischen Umgebung, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie ein Pflanze mit ihrer Umgebung interagiert.