Like Birds On The Wire

48-Kanal-3D-Audio-Installation von Kurt Dahlke & Jörn Stoya

Kurt Dahlke

Geboren 1958 in Wuppertal, Deutschland
Lebt und arbeitet in Berlin, DE

Kurt „Pyrolator“ Dahlke ist Spezialist für Musik und Computer sowie Mitbegründer des Schallplattenlabels und Musikverlages Ata Tak. Er ist Mitglied in den Gruppen „Fehlfarben“, „Der Plan“ und solo als „Pyrolator“. Er produzierte mehr als 200 Schallplatten und CDs und war auf 100 Veröffentlichungen davon als Komponist, Musiker und Softwareprogrammierer tätig. Seine Hauptinstrumente sind die vom Synthesizerpionier Donald Buchla gebauten „Thunder & Lightning II“, bei denen die Steuerung der Musik durch die Bewegung oder den Druck der Hände geschieht.

Jörn Stoya

Geboren in Lüneburg, DE

Lebt und arbeitet als Künstler & Musiker in Düsseldorf, DE

Pressetext:

Das Auditorium ein Raum des Hörens und ein Übergang. Ein Transit von draußen nach drinnen, von „natürlichem“, urbanem Stadtraum zu „künstlichem“, streng determiniertem Nutzraum. Dieser Raum liegt an einer exponierten Stelle, an der Königsallee, und wird täglich von vielen regelmäßigen Pendlern, aber auch ausländischen Besuchern der Stadt frequentiert. Vorgabe der Stadt war unter anderem, dass dieser Raum nicht angsteinflößend oder irritierend sein darf, sondern im Gegenteil beruhigen und erfreuen soll.

Das Konzept des Transits noch einmal aufnehmend, bedienen sich Dahlke/Stoya in der Musik Stimmen, die in der Natur vorkommen, und derer sich Komponisten aller Zeiten immer wieder bedient haben, nämlich der Vogelstimmen.
Dahlke/Stoya sammelten verschiedenartigste Stimmen heimischer Vögel und bearbeiteten jede einzelne mit Hilfe moderner Studiotechnik, sodass das Resultat zwar immer noch an die spezifische Struktur der Vogelstimme erinnert – ein gutes Gefühl, etwas wieder zu erkennen, das uns vertraut ist – aber einen eigenständigen Sound erhält.
Die Musiker sprechen bei ihrer Komposition deswegen auch von Modulen und nicht von Vogelstimmen. Diese Module sind das Ausgangsmaterial, welches das Erarbeiten von mannigfaltigen Variationen in z.B. Klangfarbe und Tonhöhe ermöglicht. Diese Variationen werden mit Hilfe mehrerer verschachtelter Zufallsgeneratoren angesteuert und im Raum bewegt, sodass ein immer wieder neues Klangbild entsteht.
Dieser einzigartige Zusammenklang, der draußen und drinnen, aber auch heute und morgen verbindet, wird sich so nie exakt wiederholen. Eine sehr spezielle Komposition für die Ewigkeit, hör- und erfahrbar aber in jedem Augenblick.

Im Auditorium sind 48 Lautsprecher in der Decke vom Eingang ausgehend über die ganze Rolltreppe installiert. Diese werden über einen Computer in einem „Spatial-Sound“-Verfahren angesteuert. Die Klänge können so zeitgesteuert frei im Raum bewegt werden.

Alpendohle, Amsel, Bachstelze, Baumpieper, Bergfink, Beutelmeise, Birkenzeisig, Blaukehlchen, Blaumeise,
Brachpieper, Blaukehlchen, Buchfink, Dohle, Dorngrasmücke, Drosselrohrsänger, Eichelhäher, Elster, Erlenzeisig, Feldlerche, Feldsperling, Gartenbaumläufer, Simpel, Goldammer, Grauammer, Grünling, Hänfling, Haubenlerche, Haubenmeise, Haussperling, Heidelerche, Kleiber, Kohlmeise, Mehlschwalbe, Misteldrossel, Nachtigall, Nebelkrähe, Pirol, Rabenkrähe, Rauchschwalbe, Rotdrossel, Rotkehlchen, Saatkrähe, Schwanzmeise, Schwarzkehlchen, Singdrossel, Star, Stiglitz, Tannenmeise, Uferschwalbe, Wasseramsel,
Weidenmeise, Wiesenpieper, Zaunkönig.