„Eigenklang-Modulation“ von Ralf Brög und Jannis Carbotta
Ort: 3ModellRäume_Labor (Unterirdische Passage_Umstieg Wehrhahn-Linien/Rheinbahn-Linien),
U-Bahn-Station, Heinrich-Heine-Allee, Düsseldorf
Kollaboration: Ralf Brög (Künstler, Düsseldorf) & Jannis Carbotta (Musiker, Köln)
Das hier vorgestellte Projekt „EIGENKLANG-MODULATION“ will durch Modifikation von mittels Field-Recordings gewonnenen (Eigen-)Klangmaterials der U-Bahn-Station „Heinrich-Heine-Allee“ und der anschließenden Rückprojektion der modellierten Sounds in den „ModellRaum_Labor“ eine subtil veränderte Raumerfahrung bewirken.
Vertraute, unvertraute, noch nie gehörte oder gar unhörbare Klänge, vor Ort, zu verschiedenen Zeiten und in teils unzugänglichen Bereichen aufgenommen, bilden das Rohmaterial der Installation.
Durch vielfältige Verfahren der Modifikation der auf ebenso vielfältige Weisen und mittels verschiedener Technologien aufgenommenen Klänge, durch deren experimentelle Modellierung, durch Betonung oder Verschiebung ihrer räumlichen, materiellen, assoziativen Charakteristik und durch das anschließende Neu-Arrangieren der Klänge soll eine neue Raumwahrnehmung ermöglicht werden. Der tatsächliche Raum wird in seiner funktionalen Eindimensionalität überlagert und öffnet sich für eine – poetische, fiktionale, assoziative oder auch strukturelle – Leseweise.
Die im Zuge dieses Projekts erstellten Klang-Aufnahmen begründen auch das 3ModellRäume-Klangarchiv, das kontinuierlich durch neues Klangmaterial ergänzt wird und so zu einer reichen Ressource zukünftiger Klang-Collagen wird.
Das Projekt Eigenklangmodulation wurde im Rahmen des Förderprogramms NEUSTART KULTUR von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler gefördert.

