Eigenklang-Modulation by Ralf Brög & Jannis Carbotta

Ralf Brög Studios/Showrooms Ultd präsentieren anlässlich des Photo + Festivals eine neue temporäre Klangkunst-Installation im U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee.

Labor_3MR (aka 3 Modellräume), U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee Umstieg Rheinbahn-Linien/Neue Wehrhahn-Linie

Jannis Carbotta

Jannis Carbotta (* 1993) ist Musiker und Sound Artist, lebt derzeit in Köln und studiert Musik & Medien an der Robert Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Daneben absolvierte er ein Kurzzeitstudium an der Kunstuni Graz in Computermusic und Sound Art. Der Schwerpunkt Jannis‘ künstlerischer Arbeit liegt im Spannungsfeld zwischen analogen und digitalen Räumen. Seine musikalische Herangehensweise konzentriert sich mal auf bearbeitete Field Recordings von Klangtexturen und -material, mal besteht sie aus Experimenten an Synthesizern und elektronischer Gitarre. Neben seinem Studium am Institut für Musik und Medien, das auch seine Fähigkeiten in den visuellen und klanglichen Künsten fördert, war er schon immer in verschiedenen Bandformationen als Gitarrist, Bass- und Synthesizer-Spieler, Produzent aktiv und kuratiert als DJ Radioshows und Mixe. Derzeit ist er Teil einer experimentellen Indie-Band namens Infant Finches und er arbeitet außerdem an seiner ersten Solo-EP, die Ende 2022 auf dem Label Kame House erscheinen wird.

Pressetext:

„Eigenklang-Modulation“ von Ralf Brög und Jannis Carbotta

Ort: 3ModellRäume_Labor (Unterirdische Passage_Umstieg Wehrhahn-Linien/Rheinbahn-Linien),
U-Bahn-Station, Heinrich-Heine-Allee, Düsseldorf
Kollaboration: Ralf Brög (Künstler, Düsseldorf) & Jannis Carbotta (Musiker, Köln)

Das hier vorgestellte Projekt „EIGENKLANG-MODULATION“ will durch Modifikation von mittels Field-Recordings gewonnenen (Eigen-)Klangmaterials der U-Bahn-Station „Heinrich-Heine-Allee“ und der anschließenden Rückprojektion der modellierten Sounds in den „ModellRaum_Labor“ eine subtil veränderte Raumerfahrung bewirken.

Vertraute, unvertraute, noch nie gehörte oder gar unhörbare Klänge, vor Ort, zu verschiedenen Zeiten und in teils unzugänglichen Bereichen aufgenommen, bilden das Rohmaterial der Installation.

Durch vielfältige Verfahren der Modifikation der auf ebenso vielfältige Weisen und mittels verschiedener Technologien aufgenommenen Klänge, durch deren experimentelle Modellierung, durch Betonung oder Verschiebung ihrer räumlichen, materiellen, assoziativen Charakteristik und durch das anschließende Neu-Arrangieren der Klänge soll eine neue Raumwahrnehmung ermöglicht werden. Der tatsächliche Raum wird in seiner funktionalen Eindimensionalität überlagert und öffnet sich für eine – poetische, fiktionale, assoziative oder auch strukturelle – Leseweise.

Die im Zuge dieses Projekts erstellten Klang-Aufnahmen begründen auch das 3ModellRäume-Klangarchiv, das kontinuierlich durch neues Klangmaterial ergänzt wird und so zu einer reichen Ressource zukünftiger Klang-Collagen wird.

Das Projekt Eigenklangmodulation wurde im Rahmen des Förderprogramms NEUSTART KULTUR von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler gefördert.